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GVG - Gerichtsverfassungsgesetz
Vom 2. September 1950
(BGBl. 1950, S. 455, 512, 513; 09.05.1975 S. 1077; 11.12.2001 S. 3513; 27.04.2002 S. 1467; 21.06.2002 S. 2144; 26.06.2002 S. 2254; 23.07.2002 S. 2787, 2850; 26.07.2002 S. 2914; 22.08.2002 S. 3390; 12.06.2003 S. 838; 22.12.2003 S. 2836; 27.12.2003 S. 3007; 12.03.2004 S. 390; 05.05.2004 S. 718; 24.08.2004 S. 2198; 21.12.2004 S. 3599 04; 22.12.2004 S. 3675 04a; 26.01.2005 S. 162, 172 05; 22.03.2005 S. 837 05a; 21.06.2005 S. 1666 05b; 24.06.2005 S. 1841 05c; 16.08.2005 S. 2437 05d; 19.04.2006 S. 866 06; 14.08.2006 S. 1911 06a; 21.12.2006 S. 3367 06b; 22.12.2006 S. 3416 06c; 26.03.2007 S. 370 07; 13.04.2007 S. 509 07a; 13.12.2007 S. 2894 07b; 21.12.2007 S. 3198 07c; 17.06.2008 S. 1010 08; 08.07.2008 S. 1212 08a; 23.10.2008 S. 2026 08b; 30.10.2008 S. 2122 08c; 17.12.2008 S. 2586 08d; 29.07.2009 S. 2280 09; 30.07.2009 S. 2437 09b; 30.07.2009 S. 2449 09c; 30.07.2009 S. 2474 09c; 24.07.2010 S. 976 10; 22.12.2010 S. 2248 10; 22.12.2010 S. 2300 10a; 24.11.2011 S. 2302 11; 05.12.2011 S. 2481 11a; 06.12.2011 S. 2554 11b; 07.12.2011 S. 2582 11c;19.10.2012 S. 2183 12; 05.12.2012 12a; 21.01.2013 S. 89 13;::25.04.2013 S. 935 13a)
Gl.-Nr.: 300-2
Erster Titel
Gerichtsbarkeit
Die richterliche Gewalt wird durch unabhängige, nur dem Gesetz unterworfene Gerichte ausgeübt.
§§ 2 bis 9 (weggefallen)
Unter Aufsicht des Richters können Referendare Rechtshilfeersuchen erledigen und außer in Strafsachen Verfahrensbeteiligte anhören, Beweise erheben und die mündliche Verhandlung leiten. Referendare sind nicht befugt, eine Beeidigung anzuordnen oder einen Eid abzunehmen.
§ 11 (weggefallen)
Die ordentliche Gerichtsbarkeit wird durch Amtsgerichte, Landgerichte, Oberlandesgerichte und durch den Bundesgerichtshof (den obersten Gerichtshof des Bundes für das Gebiet der ordentlichen Gerichtsbarkeit) ausgeübt.
Vor die ordentlichen Gerichte gehören die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, die Familiensachen und die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (Zivilsachen) sowie die Strafsachen, für die nicht entweder die Zuständigkeit von Verwaltungsbehörden oder Verwaltungsgerichten begründet ist oder auf Grund von Vorschriften des Bundesrechts besondere Gerichte bestellt oder zugelassen sind.
Durch Landesrecht können einem Gericht für die Bezirke mehrerer Gerichte Sachen aller Art ganz oder teilweise zugewiesen sowie auswärtige Spruchkörper von Gerichten eingerichtet werden.
Als besondere Gerichte werden Gerichte der Schiffahrt für die in den Staatsverträgen bezeichneten Angelegenheiten zugelassen.
§ 15 (weggefallen)
Ausnahmegerichte sind unstatthaft. Niemand darf seinem gesetzlichen Richter entzogen werden.
(1) Die Zulässigkeit des beschrittenen Rechtsweges wird durch eine nach Rechtshängigkeit eintretende Veränderung der sie begründenden Umstände nicht berührt. Während der Rechtshängigkeit kann die Sache von keiner Partei anderweitig anhängig gemacht werden.
(2) Das Gericht des zulässigen Rechtsweges entscheidet den Rechtsstreit unter allen in Betracht kommenden rechtlichen Gesichtspunkten. Artikel 14 Abs. 3 Satz 4 und Artikel 34 Satz 3 des Grundgesetzes bleiben unberührt.
(1) Hat ein Gericht den zu ihm beschrittenen Rechtsweg rechtskräftig für zulässig erklärt, sind andere Gerichte an diese Entscheidung gebunden.
(2) Ist der beschrittene Rechtsweg unzulässig, spricht das Gericht dies nach Anhörung der Parteien von Amts wegen aus und verweist den Rechtsstreit zugleich an das zuständige Gericht des zulässigen Rechtsweges. Sind mehrere Gerichte zuständig, wird an das vom Kläger oder Antragsteller auszuwählende Gericht verwiesen oder, wenn die Wahl unterbleibt, an das vom Gericht bestimmte. Der Beschluß ist für das Gericht, an das der Rechtsstreit verwiesen worden ist, hinsichtlich des Rechtsweges bindend.
(3) Ist der beschrittene Rechtsweg zulässig, kann das Gericht dies vorab aussprechen. Es hat vorab zu entscheiden, wenn eine Partei die Zulässigkeit des Rechtsweges rügt.
(Stand: 03.05.2013)
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