Regelwerk

ETAG 001 - Teil 1: Dübel - Allgemeines
Leitlinie für die Europäische Technische Zulassung für Metalldübel zur Verankerung im Beton *

Ausgabe 1997
Änderung November 2006

Vom 25. Februar 2008
(BAnz Nr. 79a S. 3)



Einleitende Bemerkungen

Die Leitlinie für europäische technische Zulassungen (ETA) für "Metalldübel zur Verankerung im Beton" enthält Grundlagen für die Beurteilung von Dübeln für Verankerungen im gerissenen und ungerissenen Beton oder nur im ungerissenen Beton. Sie besteht aus:

Teil 1 Dübel - Allgemeines
Teil 2 Kraftkontrolliert spreizende Dübel
Teil 3 Hinterschnittdübel
Teil 4 Wegkontrolliert spreizende Dübel
Teil 5 Verbunddübel
Teil 6 Dübel für die Verwendung als Mehrfachbefestigung von nichttragenden Systemen

Folgende Anhänge sind Bestandteile der Leitlinie:

Anhang A Einzelheiten der Versuche
Anhang B Versuche zur Ermittlung der zulässigen Anwendungsbedingungen. Detaillierte Angaben
Anhang C Bemessungsverfahren für Verankerungen

In dieser Leitlinie werden die Hilfsverben entsprechend den Regeln für Entwurf und Präsentation von europäischen Normen - PNE-Regeln [7] verwendet:

Englisch Deutsch Französisch
shall muss do it
should sollte il convient de
may darf peut
can kann peut

Diese Leitlinie enthält die Anforderungen für Dübel und die von ihnen zu erfüllenden Kriterien sowie Erläuterungen zum besseren Verständnis dieser beiden zentralen Punkte und die für ihre Beurteilung anzuwendenden Verfahren und Versuche. Darüber hinaus sind Gesichtspunkte von allgemeiner Bedeutung einschließlich der von allen Beteiligten geforderten Informationen sowie die Qualitätskontrolle Gegenstand dieser Leitlinie.

Das in diese Leitlinie aufgenommene allgemeine Beurteilungskonzept basiert darauf, die vorliegenden Kenntnisse und Erfahrungen über das Verhalten von Dübeln mit der Prüfung zu kombinieren. Bei Verwendung dieses Konzepts ist die Prüfung erforderlich, um die Eignung von Dübeln zu beurteilen.

Dübel und ihr Verhalten während der Nutzung sind für eine Reihe von Beteiligten von Interesse einschließlich Herstellern, Planungsingenieuren und Konstrukteuren, Bauunternehmen und speziellen Einbaufirmen. Für das Verhalten während der Nutzung sind viele Faktoren maßgebend wie Bemessung der Dübel, Beton als Verankerungsgrund, Einbauqualität, Art der Belastung usw.

Der einzelne und gemeinsame Einfluss der oben erwähnten Faktoren ist gegenwärtig noch nicht ausreichend bekannt, um die Gebrauchseigenschaften von Dübeln für die verschiedenen Belastungsarten auf theoretischem Wege ermitteln zu können. Es ist daher notwendig, Versuche in einem Umfang durchzuführen, der eine sichere Beurteilung der verschiedenen Einflussfaktoren auf das Tragverhalten und die Dauerhaftigkeit ermöglicht.

Eignungsversuche sind für die Beurteilung von Dübeln von entscheidender Bedeutung. Sie sind aus folgenden Gründen erforderlich:

  1. Dübel dürfen nicht zu empfindlich gegenüber Abweichungen von den Montagevorschriften des Herstellers sein, zu denen es während des Bauvorgangs kommen kann. Zu diesen Abweichungen gehören z.B.:

    Das Verfahren zur Prüfung der Montagesicherheit eines bestimmten Dübeltyps soll Abweichungen von dem vom Hersteller geforderten Montageverfahren berücksichtigen, die auf der Baustelle auftreten können. Abweichungen, die das Verhalten des Dübels nicht signifikant beeinflussen, dürfen im Prüfprogramm außer Acht gelassen werden.

    Jedoch sind grobe Fehler nicht von dieser Leitlinie abgedeckt und sollten daher durch fachgerechte Schulung der Montagefirmen und durch Überwachung auf der Baustelle vermieden werden. Zu diesen groben Fehlern gehören z.B.:

  2. Dübel dürfen nicht zu empfindlich gegenüber Abweichungen bei den Eigenschaften des Verankerungsgrundes sein

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(Stand: 29.01.2013)

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