Regelwerk, EU-chronologisch (2005) |
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Verordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates
(Text von Bedeutung für den EWR)
(ABl. Nr. L 70 vom 16.03.2005 S. 1;
VO (EG) Nr. 178/2006 - ABl. Nr. L 29 vom 02.02.2006 S. 3;
VO (EG) Nr. 149/2008 - ABl. Nr. L 58 vom 01.03.2008 S. 1;
ber.: ABl. Nr. L 179 vom 08.07.2008;
ber., ABl. Nr. L 240 vom 09.09.2008 S. 9;
VO (EG) Nr. 260/2008 - ABl. Nr. L 76 vom 19.03.2008 S. 31;
VO (EG) Nr. 299/2008 - ABl. Nr. L 97 vom 09.04.2008 S. 67;
VO (EG) Nr. 839/2008 - ABl. Nr. L 234 vom 30.08.2008 S. 1;
VO (EG) Nr. 256/2009 - ABl. Nr. L 81 vom 27.03.2009 S. 3;
VO (EG) Nr. 822/2009 - ABl. Nr. L 239 vom 10.09.2009 S. 5;
VO (EG) Nr. 1050/2009 - ABl. Nr. L 290 vom 06.11.2009 S. 7;
VO (EG) Nr. 1097/2009 - ABl. Nr. L 301 vom 17.11.2009 S. 6;
VO (EG) Nr. 304/2010 - ABl. Nr. L 94 vom 15.04.2010 S. 1;
VO (EU) Nr. 459/2010 - ABl. Nr. L 129 vom 28.05.2010 S. 3;
VO (EU) Nr. 600/2010 - ABl. Nr. L 174 vom 09.07.2010 S. 18;
VO (EU) Nr. 750/2010 - ABl. Nr. L 220 vom 21.08.2010 S. 1;
VO (EU) Nr. 765/2010 - ABl. Nr. L 226 vom 28.08.2010 S. 1;
VO (EU) Nr. 893/2010 - ABl. Nr. L 266 vom 09.10.2010 S. 10;
VO (EU) Nr. 310/2011 - ABl. Nr. L 86 vom 01.04.2011 S. 1 Inkrafttreten Gültig Ausnahmen;
VO (EU) Nr. 460/2011 - ABl. Nr. L 124 vom::13.05.2011 S. 23)
Ersetzt die RL'n 76/895/EWG, 86/362/EWG, 86/363/EWG und 90/642/EWG
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 37 und Artikel 152 Absatz 4 Buchstabe b),
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses 1,
nach Anhörung des Ausschusses der Regionen,
gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags 2, in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Die Richtlinie 76/895/EWG des Rates vom 23. November 1976 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Obst und Gemüse 3, die Richtlinie 86/362/EWG des Rates vom 24. Juli 1986 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Getreide 4, die Richtlinie 86/363/EWG des Rates vom 24. Juli 1986 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Lebensmitteln tierischen Ursprungs 5 und die Richtlinie 90/642/EWG des Rates vom 27. November 1990 über die Festsetzung von Höchstgehalten an Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmittel auf und in bestimmten Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse 6 wurden wiederholt umfassend geändert. Im Interesse der Klarheit und Vereinfachung sollten diese Richtlinien aufgehoben und durch einen einzigen Rechtsakt ersetzt werden.
(2) Diese Verordnung betrifft unmittelbar die öffentliche Gesundheit und ist für das Funktionieren des Binnenmarktes von Bedeutung. Unterschiedliche nationale Höchstgehalte an Rückständen von Pestiziden können den Handel mit Erzeugnissen, die in Anhang I des Vertrags aufgeführt sind, und daraus gewonnenen Erzeugnissen zwischen den Mitgliedstaaten sowie zwischen Drittländern und der Gemeinschaft beeinträchtigen. Im Interesse des freien Warenverkehrs, gleicher Wettbewerbsbedingungen für alle Mitgliedstaaten und eines hohen Verbraucherschutzniveaus ist es daher angezeigt, Rückstandshöchstgehalte (RHG) in Erzeugnissen pflanzlichen und tierischen Ursprungs auf Gemeinschaftsebene unter Berücksichtigung der guten Agrarpraxis festzusetzen.
(3) Eine Verordnung zur Festsetzung von Rückstandshöchstgehalten braucht nicht in einzelstaatliches Recht umgesetzt zu werden. Sie ist daher das geeignetste Rechtsinstrument zur Festsetzung von Rückstandshöchstgehalten für Pestizide in Erzeugnissen pflanzlichen und tierischen Ursprungs, da ihre präzisen Vorschriften gemeinschaftsweit zu ein und demselben Zeitpunkt und nach ein und demselben Verfahren angewendet werden und insofern eine effizientere Verwendung nationaler Ressourcen gestatten.
(4) Produktion und Verbrauch von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen spielen in der Gemeinschaft eine sehr wichtige Rolle. Ernteerträge werden kontinuierlich durch Schadorganismen beeinträchtigt. Pflanzen und pflanzliche Erzeugnisse müssen unbedingt gegen derartige Organismen geschützt werden, um Ernteverluste oder Pflanzenschäden zu vermeiden, die Qualität des Ernteerzeugnisses zu gewährleisten und eine hohe Produktivität der Landwirtschaft sicher zu stellen. Dazu stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, einschließlich nicht chemischer Methoden, Praktiken wie die Verwendung resistenter Sorten, Fruchtwechsel, mechanische Unkrautbekämpfung, biologischer Pflanzenschutz und chemischer Methoden wie die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln.
(Stand: 11.05.2012)
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